WPC Dielen – Terrassendielen

WPC Dielen für Terrassen

WPC Terrassendielen oder kurz WPC Dielen werden als Bodenbelag für Terrassen, Balkone, Poolumrandungen oder Gartenwege verwendet. Der Begriff WPC bedeutet Wood-Plastic-Composites. Es handelt sich dabei um einen Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff, der die Vorteile von Holz mit Kunststoff verbindet. Der Holzanteil liegt je nach Hersteller zwischen 50 und 80 %. Bei einer professionellen Verlegung haben WPC Dielen eine hohe Lebensdauer. Das macht Terrassendielen aus WPC zur guten Alternative für Tropenhölzer und schont damit die natürlichen Ressourcen.

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Sind WPC-Dielen pflegeleicht?

In der Praxis haben sich die Dielen als pflegeleicht und wetterfest bewährt. Pflegeleicht sind die Terrassendielen, da sie leicht zu reinigen sind und regelmäßiges Streichen öder Ölen nicht notwendig ist. Im Gegensatz zu Holzdielen splittern oder reißen Dielen aus Wood-Plastic-Composites nicht. Die Farbbeständigkeit der WPC Terrassendielen ist höher als bei Naturholz.

WPC Terrassendielen
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Welche Arten von WPC Dielen gibt es?

WPC Dielen gibt es in verschiedenen Ausführungen, Farben, Längen, Breiten und Stärken. Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen Hohlkammer- und Massivdielen. WPC Hohlkammerdielen verfügen über 4 oder mehr Kammern. Durch die Profilform erhält die Diele ihre Stabilität. Die Hohlkammerdielen sind bis zu 40 % leichter als Massivdielen. Massivdielen dagegen bestehen aus Vollmaterial. Das verleiht der Diele eine höhere Stabilität. Die Oberflächen beider Dielen sind vergleichbar. Viele Hersteller bieten beidseitig verlegbare WPC Dielen mit optisch unterschiedlichen Oberflächen an. Speziell für Balkone bieten Hersteller WPC Dielen mit bauaufsichtlicher Zulassung an.

WPC Farben und Oberflächen

WPC Dielen werden in verschiedenen Farben angeboten. Besonders häufig findet man Farbtöne im Bereich braun, grau und anthrazit. Die Oberflächen der WPC Dielen sind vielfältig. Neben fein oder grob geriffelten, glatten, gealterten, gebürstet Oberflächen gibt es auch WPC Terrassendielen deren Oberflächen einer Holzmaserung nachempfunden sind. Bei WPC Dielen mit Holzmaserung handelt es sich häufig um coextrudierte Terrassendielen. Bei diesen Dielen wird ein WPC Kern mit Kunststoff ummantelt. Diese Kunststoffschicht kann einer Holzmaserung nachempfunden sein oder farbliche Akzente setzten. 

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WPC Hohlkammerdielen - Welche Maße gibt es?

Hohlkammerdielen werden in einer Vielzahl von Ausführungen angeboten. Günstige WPC Dielen sind Hohlkammerdielen mit einer Stärke bis zu 20 mm und einer Breite zwischen 100 und 120 mm. Ein großes Sortiment findet man bei Hohlkammerdielen mit Maßen zwischen 140 und 146 mm Breite. Je nach Hersteller sind die Dielen bis zu 25 mm stark. Neben den genannten Maßen werden verschiedene Zwischenmaße, andere Dielenstärken und Breitdielen bis 250 mm Breite angeboten. Die meisten Hersteller bieten verschiedene Längen zwischen 2 und 5 m an. 6 m lange Dielen sind eher die Ausnahme. Eine große Auswahl an verschiedenen WPC Hohlkammerdielen finden Sie unter dem Link.

WPC Massivdielen / Welche Maße gibt es?

Die meisten WPC Massivdielen werden mit Maßen von 136 bis 200 mm Breite angeboten. Ein großes Sortiment findet man bei Massivdielen mit einer Breite zwischen 140 und 146 mm. Weitere Sonder- und Zwischenmaße sind möglich. Die Dielenstärken reichen von 16 bis 38 mm. Die meisten Hersteller bieten verschiedene Längen zwischen 2 und 5 m an. 6m lange  Massivdielen werden nur von wenigen Herstellern angeboten. Eine Übersicht von verschiedenen WPC Massivdielen finden Sie hier.

Hohlkammer- oder Massivdielen

Welche Diele ist besser? Pauschal kann man diese Frage nicht beantworten. Man sollte dabei immer den Verwendungszweck, die Art der Nutzung, das vorhandene Budget und geplante Nutzungsdauer berücksichtigen. Natürlich kann man sagen, Massivdielen sind besser, weil WPC Massivdielen belastbarer, länger haltbar und weniger schlag- und stoßanfällig sind. Wird die WPC Terrasse nicht übermäßig stark genutzt, kann eine Hohlkammerdiele eine gute Alternative sein. Bei entsprechender professioneller Verlegung kann auch eine Hohlkammerdiele 15 oder mehr Jahre halten. In der Regel spart man bei der Verwendung von Hohlkammerdielen zwischen 10 und 40 % der Kosten gegenüber WPC Massivdielen. Dieser Wert bezieht sich nur auf die WPC Dielen, nicht auf die Gesamtkosten. Wird die Terrasse stark frequentiert, gewerblich genutzt, soll viele Jahre halten oder es besteht die Gefahr, dass sich Wasser in den Hohlkammern sammelt, dann wäre eine Massivdiele aus unserer Sicht die bessere Wahl. 

Vor- und Nachteile von WPC Terrassendielen

WPC Dielen gelten als wetterfest, rutschfest, bruchfest, langlebig, recycelbar, pflegeleicht, resistent gegen Schädlinge und Feuchtigkeit. Im Gegensatz zu Holz reißt und splittert das Material nicht. Dadurch spricht man auch von sogenannten Barfußdielen. WPC Dielen müssen nicht aufwendig gepflegt werden. Ein regelmäßiges Ölen oder Streichen ist nicht notwendig. Die Farbbeständigkeit der WPC Dielen ist höher als bei Naturholz. Allerdings verfärbt und vergraut auch WPC durch die UV-Einstrahlung mit der Zeit. Die Dielen dehnen sich durch Temperatur nur geringfügig aus.  Durch Wasseraufnahme können die Terrassendielen quellen und schwinden. Dies sollte bei der Verlegung beachtet werden. Es ist deshalb ratsam, sich an die Vorgaben zur Verlegung durch den Hersteller zu halten. Im Vergleich zu Holz ist die Bruchfestigkeit von WPC nicht so hoch wie bei einer Holzdiele. Die gleichförmige Optik einfacher Dielen kann langweilig wirken und gefällt nicht jedem.

Material

WPC ( engl. Wood Plastic Composites) ist ein thermoplastischer  Verbundwerkstoff. Der Werkstoff besteht aus unterschiedlichen Anteilen von Holz (Holzspänen, Sägemehl, Holzmehl) verbunden mit Kunststoffen und Additiven. In der Regel beträgt der Holzanteil bei Terrassendielen zwischen 50 und 80 %. Der Anteil von Kunststoffen und Additiven liegt bei 20 bis 50 %. Vorläufer des heutigen WPC (Wood-Plastic-Composites) wurden bereits vor 100 Jahren entwickelt. Erst in den sechziger Jahren begann die Entwicklung des heutigen WPC. Ausgehend von den USA entwickelte sich der Markt für Wood Plastic Composites seit Anfang der 1990er Jahre sehr schnell. Auch in Deutschland gehört der Werkstoff mittlerweile zu einem der erfolgreichsten neuen BiowerkstoffeSeit 2007 gibt es ein Qualitätssiegel für Terrassendielen aus Holz-Polymer-Werkstoffen. Als Qualitätskriterien gelten Materialeigenschaften für Beständigkeit und Stabilität, Produktherkunft und die Herkunft der Holzfasern aus FSC- oder PEFC-zertifizierter Forstwirtschaft. Häufig findet man neben der Bezeichnung WPC auch BPC. BPC bedeutet Bamboo Plastic Composites. Bei BPC Dielen werden statt Holzmehl Bambusfasern verwendet. Von den Eigenschaften sind beide Dielenarten ähnlich. Allerdings sind die BPC Dielen etwas härter.

Einsatzgebiete von WPC Dielen

Die Einsatzbereiche von WPC Dielen sind aufgrund der positiven Materialeigenschaften vielfältig. Hauptsächlich werden die Terrassendielen im Außenbereich verwendet. Einsatzgebiete sind zum Beispiel Terrassen, Balkone, Gartenwege, Poolumrandungen oder Umrandungen von Gartenteichen. Auch für Fassadenverkleidung, Sichtschutz oder Zäune werden Dielen oder Paneele aus WPC verwendet.

Was benötigt man für den Bau einer WPC Terrasse?

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Für den Bau einer Terrasse aus WPC Dielen benötigt man neben den Terrassendielen auch Unterkonstruktion und Befestigungsclips. Praktisch bei der Verlegung ist die Verwendung von unterschiedlich hohen Terrassenpads. Damit kann man Unebenheiten ausgleichen und ein leichtes Gefälle legen. Muss ein größerer Höhenunterschied ausgeglichen werden, kann die Verwendung von verstellbaren Stelzlagern sinnvoll sein. Die Verwendung von Sicherungsband bei der Verlegung der Terrassendielen ist optional. Das Sicherungsband wird auf die Unterkonstruktion geklebt. Es verhindert das Verrutschen oder Klappern von Dielen. Dazu sollte die WPC Diele an mindestens 2 Auflagepunkten  auf dem Sicherungsband aufliegen. Zur Verkleidung von Abschlusskanten oder Unterkonstruktion gibt es verschiedene Abschlussleisten oder Abschlusswinkel. Eine Aufstellung des benötigten Werkzeugs für den Bau einer Terrasse finden Sie hier. 

WPC Dielen verlegen

Eine Verlegung von WPC Dielen ist grundsätzlich nicht besonders schwierig und kann mit ein wenig handwerklichen Geschick selbst übernommen werden. Spezielles Werkzeug wird nicht benötigt. Eine Werkzeugaufstellung finden Sie hier.  Wir empfehlen vor Baubeginn vom Hersteller eine Verlegeanleitung anzufordern. Darin findet man u.a. die Vorgaben zu Gefälle und Abständen. Ein paar grundlegende Dinge sind im Vorfeld zu überlegen. Die erste Frage wäre, auf welchen Untergrund sollen die Terrassendielen verlegt werden? Soll die WPC Terrasse auf einer vorhandenen Betonfläche verlegt werden oder muss die Fläche für die Verlegung erst geschaffen werden? 

 

Soll die Terrasse auf einer Betonfläche verlegt werden, muss die Unterkonstruktion entsprechend den Vorgaben des Herstellers verlegt werden. In der Regel wird die Unterkonstruktion mit einem Gefälle von 2 % und einem Abstand zwischen Profilen von 30 bis 40 cm je nach Hersteller verlegt. Als Unterkonstruktion kann man UK aus WPC oder Aluminium verwenden. Grenzt die Terrasse an ein Gebäude, sollte das Gefälle vom Gebäude weg verlaufen. Um zu verhindern, dass die Unterkonstruktion mit dem Betonboden in Berührung kommt, sollte man unter die Auflageflächen Terrassenpads legen. Ein Terrassenpad dient als Auflagepunkt für die Terrassen-Unterkonstruktion. Terrassenpads bestehen aus witterungsbeständigen Gummigranulat und schützen die Unterkonstruktion vor Bodenfeuchte und vorzeitigem Verrotten. Weiterhin dienen sie als Ausgleich von kleinen Unebenheiten und als Höhenausgleich. Durch den Abstand der Unterkonstruktion zum Boden sorgt man für eine dauerhafte Unterlüftung und vermeidet Staunässe. Müssen größere Höhenunterschieden ausgeglichen werden, kann man statt Terrassenpads auch Stelzlager verwenden. Nach Ausrichten und Befestigen der Unterkonstruktion können die Dielen verlegt werden. Zur Befestigung verwendet man Befestigungsclips. Die Löcher für die Schrauben der Clips sollte man vorbohren und die Schrauben mit einem Akkuschrauber festschrauben. Die Dielen können wie Holz gesägt werden. Nach Abschluss der Verlegung können ggf. noch Abschlussleisten befestigt werden. Abschlussleisten gibt es in verschiedenen Ausführungen.    

 

Alternativ zur Verlegung auf Beton kann man eine WPC Terrasse auch auf einem Schotter und Splittbett verlegen. In diesem Fall bedarf es einiger Vorarbeiten. Die Fläche muss abgesteckt, ausgekoffert, Frostschutz und Verlegesand müssten verfüllt, verdichtet und abzezogen werden. Darauf werden Betonplatten verlegt, die den Untergrund für die Unterkonstruktion bilden. Die Unterkonstruktion wird nach den Vorgaben der Hersteller mit Gefälle und entsprechenden Abständen auf den Platten verlegt. Um die Unterkonstruktion vor Staunässe und Feuchtigkeit zu schützen verwendet man wie oben beschrieben Terrassenpads. Die Verlegung erfolgt analog wie oben beschrieben.

WPC Terrassendielen pflegen

Eine WPC Terrasse muss nicht aufwendig gepflegt werden. Eine gelegentliche Reinigung mit einem Besen, einem feuchten Tuch und etwas Bodenreiniger genügt. Feste Anhaftungen können mit einer Kunststoffbürste entfernt werden. Darüber hinaus werden für WPC Dielen spezielle Reiniger angeboten. Eine Reinigung mit einem Tuch und WPC Reiniger ist ebenfalls möglich.  Kratzer oder Brandspuren lassen sich mit Schleifpapier, Stahlwolle oder Drahtbürste vorsichtig entfernen. Will man die Oberfläche vor neuem Schmutz und Fett schützen, bietet sich eine Imprägnierung der Terrassendielen an.